Grundsätzliches

Basis ist ein Heli Grundsetup H-1, hier werden alle Wege auf 100 gestellt und ein Heckservo ausgewählt.  Die Flugparameter werden ebenfalls angepasst um dem Steuerverhalten und Gierleistung Rechnung zu tragen.

Die Steuerung erfolgt an beiden Taumelscheiben über Roll, Nick und Pitch für die „normalen“ Funktionen. Differential-Roll fürs Gier. Falls erforderlich kann auch Differential-Pitch (statt/mit Nick) dazugenommen werden. Es sind bis zu 4 Servos pro TS möglich.

Getestet wurde auf einem Hirobo Tandem mit 3x120° Servos. Die Rotoren sind 3-Blattrotoren, die Drehung derTaumelscheiben wurde elektronisch gelöst.

Beim Einbau der NEO ist die Rechtwinkligkeit zu den Rotorwellen sicherzustellen. Ich musste hier einen Holzkeil anfertigen da die Wellen ca. 8° Vorneigung zum Chassis haben. Dieses Modell wurde im Wechsel mit profilierten und symmetrischen Blättern ausgerüstet. Es ist wie immer festzustellen dass profilierte Blätter im Flare einen „Totgang“ auf Pitch haben und nicht greifen. Beim Tandem kommt dann dazu dass regelungsbedingt die Rotoren hier unterschiedliche Winkel haben was zu unschönen Nickbewegungenführt wenn einer der Rotoren sich da gerade im „toten Bereich“ befindet. Mit symmetrischen Blättern ist dieser Effekt weitestgehend verschwunden.

Leider sind die symmetrischen Blätter oft etwas steifer als die profilierten Versionen was hier bei Differential-Roll (Gier) trotz den weichen Rotorköpfen wieder etwas mehr Belastung sorgt. Am Besten wären im Blattwurzelbereich etwas weichere (definiertes Schlaggelenk) und nach Außen doch feste und symmetrische Blätter.

Das Setup ist so aufgebaut dass in der VBCt pro Taumelscheibe 3 Zeilen notwendig sind. Zuerst trifft das Signal der Flightcontrol auf den Achsenmischer der jeweiligen Taumelscheibe. In diesem können Achsen vermischt werden, z.B. um mit Differential Pitch zusätzlich das Nick etwas zu unterstützen.

Danach kommt der Servomischer für jedes Servo einer Taumelscheibe, hier werden die Anteile aus den Achsenentsprechend der Taumelscheibenart wie üblich gemischt. Ebenso kann man hier die Servos rotieren.

Direkt an den Servoausgängen sind dann Kanal Zellen. Diese dienen zur Wegfeinkorrektur und Nullpitch Einstellung.

In manchen Fällen kann eine Differenzierung des Nullpitches (Ausgleich Schwerpunkt bzw. Liftunterschiede der Rotoren, Giermomentkompensation im Schweben) erforderlich sein. Hierfür gibt es einen Differentialwert (MC17)Welcher die eine TS etwas anhebt un die Andere etwas absenkt. Am Besten so austrimmen dass im Schweben beide TS nicht gegenseitig auf Roll verkippt sind (Drehmomentneutral).

Dazu gibt es noch einen statischen Mischer Gier auf Pitch (MC37) um Durchsacken bei Pirouetten zu verhindern. Desweiteren einen statischen Mischer Nick auf Gier (MC38) um bei Differential-Pitch als Nickersatz aufkommende Giermomente vorkompensieren zu können.